Nutanix startet deutschsprachigen Channel auf YouTube

Heute ging der offizielle, deutschsprachige Channel von Nutanix auf YouTube online. Dort gibt es ab sofort Videos rund um Nutanix in deutscher Sprache. Auch die beliebte Tech TopX Serie des globalen Channels hat einen deutschen Ableger erhalten. System Engineers aus Deutschland bringen Euch darin technische Themen in deutscher Sprache näher. Zum Start gibt es dort Videos über Snapshots, Cluster Scale-Out und Shadow Clones zu sehen. Um auch in Zukunft nichts zu verpassen könnt Ihr die Tech TopX Playlist abonnieren oder gleich den ganzen Channel. Die Links findet Ihr unten im Beitrag.

Die Tech TopX – Serie auf YouTube und unser Blog laufen Hand in Hand. Das bedeutet, daß es zu allen Videos auch vertiefende Artikel im Blog geben wird. Zu den jetzt veröffentlichten Videos – Snapshots, Shadow Clones und Cluster Scale-Out – findet Ihr bereits Artikel hier.

 

nuSchool_DE-logo (1)

YouTube Channel: https://www.youtube.com/channel/UCqEkEcjpOfdTkRS-riZSiJw

Tech TopX Playlist: https://www.youtube.com/watch?v=YoHoCFHizmQ&list=PLd-VESnuwhvUxlMV7npstmH1_AeRnub8c

Shadow Clones: https://www.youtube.com/watch?v=2NNkDk_Gyo0
Snapshots: https://www.youtube.com/watch?v=YoHoCFHizmQ
Cluster Erweiterung: https://www.youtube.com/watch?v=f4fuZ17YuOU

Acropolis Block Services (ABS)

In diesem Artikel geht es um Acropolis Block Services (ABS) und wie damit der Storage der Nutanix Plattform an externe Verbraucher via iSCSI präsentiert werden kann.

Use Cases gibt es dabei einige, denkt man zum Beispiel daran, dass es noch immer Workloads gibt vor deren Virtualisierung man z.B. auf Grund von Herausforderungen bei der Lizensierung zurückschreckt. Also was tun, wenn man zwar den Großteil seiner Workloads virtualisiert und auf eine neue Hyper-Converged Plattform migriert, jedoch besagte Workloads noch mit einem performanten, hochverfügbaren Storage versorgen muss?

Genau hierfür wurde ABS entwickelt und ist dabei denkbar einfach zu verwenden. Für die Verwendung von ABS muss als erstes die so genannte External Data Services IP (DSIP) für das Nutanix Cluster konfiguriert sein.

ABS DSIP

 

Die DSIP dient den Clients als Zugriffspunkt und wird später im iSCSI Initiator des Clients entsprechend konfiguriert.

Im zweiten Schritt, muss eine Volume Group angelegt werden.

Eine Volume Group ist lediglich ein logisches Konstrukt, zur Verwaltung des Storage und der dazugehörigen Zugriffssteuerung. Eine VG vereint so die eigentlichen vDisks (Anzahl & Größe), die dem Client präsentiert werden, als auch die entsprechenden Sicherheitseinstellungen wie IP/IQN Whitelist und CHAP Authentifizierung.

ABS Add VG3

Jede vDisk, die innerhalb der Volume Group konfiguriert wird, taucht am Client später als unabhängig Disk auf. Sprich benötigt der Client z.B. 3 verschiedene Platten, für TempDB, Logs und Datenbank, so muss der VG entsprechend drei vDisks in der gewünschten Größe konfiguriert werden.

ABS Add VG3 Add Disk

ABS Add VG3 Add Disk2

Anschließend noch den Haken für „External Access“ setzen und die entsprechenden Initiatoren via „Add New Client“ der Whitelist hinzufügen. Optional kann hier die Client CHAP Authentifizierung aktiviert werden. So ließe sich letzten Endes Client als auch Server via Mutual CHAP authentifizieren.

ABS Add VG3 Add iSCSI Client

Den Punkt „Attach to a VM“ überspringen wir, da dieser im Falle des AHV Hypervisors dazu dient, eine vDisk direkt an VMs zu mappen und nicht via iSCSI zu präsentieren.

Zuletzt ließe sich optional noch der Flash Mode aktivieren, dieser verhindert, dass Daten einer vDisk in einem hybriden System auf HDD ausgelagert werden, pinnt also die vDisks in den schnellen Flash Tier.

Damit ist die Konfiguration seitens Nutanix bereits abgeschlossen und der ist Storage bereit entsprechend konsumiert zu werden.

Die erste Besonderheit an ABS ist, dass auf Seiten des Clients nur die DSIP angegeben werden muss und keine MPIO Software installiert werden und keine Pfadoptimierung bzw. Konfiguration erfolgen muss. Der iSCSI Initiator frägt über die DSIP die Ressourcen an und wird dann via iSCSI Re-Direction an die eigentlichen CVMs, welche die vDisks hosten, weitergeleitet. Die DSIP ist entsprechend hochverfügbar und kann im Fehlerfall von jeder FSVMs übernommen werden.

ABS iSCSI Init 1

ABS iSCSI Init 2

ABS iSCSI Init 3

ABS DiskMgr

Das führt direkt zur nächsten Besonderheit, den Scale-Out Fähigkeiten. Der Client kann eine dedizierte iSCSI Session zu jeder einzelnen vDisk innerhalb einer Volume Group aufbauen, die potentiell alle auf verschiedenen CVMs gehostet sein können. So kann im Falle eines 10 Node Nutanix Clusters, eine VG mit 10 vDisk, die entstehende Last über 10 physischen Nodes und deren Ressourcen verteilt werden.

Sofern ABS unter Nutanix AHV als Hypervisor eingesetzt werden, so greift auch hier das Acropolis Dynamic Scheduler (ADS) Feature und hilft dabei Hot Spots zu vermeiden. Das beutetet, die Plattform erkennt überlastete CVMs und kann als Gegenmaßnahme die durch ABS präsentierten vDisks zwischen den CVMs neu verteilen, um den Hotspot zu eliminieren.

ABS Überblick

Im Fehlerfall eines Hosts oder einer CVM, werden die dort gehosteten vDisks von einer anderen CVM übernommen und der Client versucht sich erneut über die DSIP einzuloggen und wird dann einfach über die iSCSI Re-Rirection Funktionalität an die neue(n) CVM(s) weitergeleitet.

ABS Failover

Hier ein Beispiel Video des Kollegen Albert Chen

Nutanix Acropolis File Service – Dateidienste waren noch nie so einfach

Seit der AOS Version 5.0 sind die Acropolis File Services, kurz AFS, nun vollwertiger Bestandteil des Nutanix Acropolis Stacks. In gewohnter 1-Click-Manier lassen sich nun Dateidienste, z.B. ein SMB Share, bereitstellen.

In diesem Beitrag möchte ich an einem praktischen Beispiel zeigen wie einfach File Service mit Hilfe der Enterprise Cloud Plattform zu planen, implementieren und betreiben sind.

Bei diesem Beispiel gehen wir von einer VDI-Umgebung für 500 Concurrent User aus, diese 500 Desktops werden im Zuge eines Dreischichtbetrieb genutzt und somit werden 1500 User Profile benötigt. Im folgenden sieht man ein Nutanix Sizing für die eigentlichen Desktops.

Für die 500 Benutzer werden, abhängig vom gewählten Benutzerprofil, sechs Nutanix NX-3060-G5 Nodes mit jeweils 28 Cores, 512GB Memory und 2,88TB Flashspeicher benötigt.

Die Planung

Dank extensiver Lasttest ist es dem Nutanix Entwicklungsteam möglich, anhand bestimmter Parameter, wie z.B. Art des Shares, gleichzeitige Benutzer zugriffe und des benötigten Speicherplatzes, zu bestimmen, mit welcher Konfiguration die Acropolis File Services bereitgestellt werden müssen.

Diese benötigten Werten lassen sich ebenso einfach in den Nutanix Sizer eintragen, wie die Angaben zu den eigentlichen Desktops. Dieser gibt eine entsprechende Empfehlung bzgl. der benötigten Nutanix Nodes aus, um zusätzlich noch die File Services bereitzustellen.

Hierzu wählt man zunächst den gewünschten Workload Type (File Services) und den Use Case (Home Directory / User Profile) aus.

Anschließend werden die Details für den Use Case definiert. In unserem Fall benötigten wir Speicherplatz für 1500 Benutzerprofile, müssen aber nur 500 davon gleichzeitig bereitstellen. Entsprechend sind die Werte „Number of Total Users“ auf 500 gesetzt und „Total Storage Requirements“ auf 2048 GiB. Jeder Benutzer bekommt als ca. 1,5GB Speicherplatz.

Abschließend kann noch die Frequenz und Anzahl der Snapshots definiert werden. Dahinter steckt die Möglichkeit mittels Windows Previous Versions Dateien wieder herzustellen, sowohl als Administrator als auch Benutzer selbst.

Nachdem der File Server Workload hinzugefügt wurde passt der Nutanix Sizer das Szenario automatisch an. In unserem Fall können die File Services mit der bestehenden Compute-Leistung abgedeckt werden, lediglich mehr Speicherplatz wird benötigt. Aus diesem Grund erhöht der Sizer einfach die Bruttospeicherkapazität pro Node von 2,88TB auf 4,80TB.

Die Architektur

AFS ist nicht Bestandteil der Nutanix Controller VM (CVM) sondern wir als separater, hochverfügbarer File Server Cluster bereitgestellt.

fs_2b

Genutzt werden die gleichen Prinzipien der Nutanix Web-scale Plattform, d.h. es werden immer mindestens drei virtuelle File Server bereitgestellt um eine Hochverfügbarkeit sicherstellen zu können.

Ein weiterer Vorteil ist, dass AFS unabhängig von den eigentlichen CVMs läuft und so einen unabhängigen Upgradepfad hat, somit können Updates für die File Service schneller und ohne Auswirkungen auf die herkömmlichen CVMs durchgeführt werden.

Die File Services werden über die Acropolis Block Services (ABS) mit Speicherkapazitäten aus einem Nutanix Cluster versorgt.

Die Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme der Acropolis File Services setzt lediglich folgende Dinge voraus:

  1. Einen bestehenden Nutanix Cluster mit freien Ressourcen
  2. Das AFS Installationspaket wurde auf dem Cluster geladen
  3. IP-Adressen, FQDN und Domänen-Account

Der Rest der Konfiguration wird durch den Pre-Check und den Deployment Wizard begleitet.

AFSDeployment

Nachdem der File Server über den Deployment Wizard erstellt wurde können über den „Create Share“ Wizard die gewünschten Netzwerkfreigaben inkl. Funktionalitäten wie Access Based Enumeration und Windows Previous Versions angelegt werden.

AFS New Share

Anschließend stehen die File Server über die bei der Erstellung angegeben IP-Adresse bzw. FQDN zur Verfügung, z.B. \fs-mgmt.ntnx.test\FiBu.

 

Die Wartung

Die Wartung von AFS ist kinderleicht. Um genau zu sein, gibt es zwei Situationen in welchen man als Administrator eingreifen muss:

  • Aktualisierung von AFS auf eine neue Version
  • Erweiterung (Scale-up oder Scale-out) der AFS im Zuge neuer Anforderungen

Die Aktualisierung erfolgt wie gewohnt über das 1-Click-Upgrade. In wenigen Schritten lassen sich die File Services aktualisieren. Neben den üblichen Sicherheits- und Bugfixes kommen natürlich auch neue Features via 1-Click-Upgrades.

AFS Upgrade Software

Stand heute (Version 5.0) ist jedoch zu beachten, dass 1-Click-Upgrades der Acropolis File Services, im Gegensatz zu den AOS Upgrade, disruptive sind außerhalb der Geschäftszeiten bzw. in einem Wartungsfenster durchgeführt werden sollten. Grund hierfür ist die fehlende Unterstützung von SMB 3.x mit welcher in künftigen Versionen zu rechnen ist.

Die Erweiterung hingegen lässt im laufenden Betrieb durchführen. Ein Grund hierfür könnte z.B. eine wachsende Anzahl an Nutzern sein der eine Erweiterung der File Services benötigt.

AFS Alert Perf. Opt.

Dank der integrierte Maschinenintelligenz erkennt AFS eigenständig ob es zu einem Engpass kommt und empfiehlt einen Scale-out oder Scale-up.

In kürze folgt hierzu ein Deep Dive Artikel, der einen noch tieferen Einblick in die Technologie von AFS ermöglicht.

Nutanix VMware vSphere Web Client Extension nun verfügbar

Mit der Veröffentlichung der Nutanix AOS Version 5.1.4 werden die Träume alle VMware Admins endlich wahr und Nutanix liefert eine native Integration in den vSphere Web Client.

Dank der aktuellsten Adobe Flash Entwicklungen ist es Nutanix nun möglich die agile, Browser- und Betriebssystem-unabhängige, auf HTML 5-basierende PRISM Administrationsoberfläche abzulösen.

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Mit Hilfe der modernen, verschachtelten Kontextmenüs kann man nun über den vSphere Web Client neuen Speicherbereich bereitstellen und Snapshots/Klone erstellen.

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Vorbei sind die Tage an welchen all solche Funktionen automatisiert über die VAAI-Integration ohne zusätzliche Menüs darstellbar waren. Auch bieten wir jetzt endlich eine Abhängigkeit zum vCenter und können unabhängig von diesem nicht mehr den Nutanix Cluster verwalten.