Acropolis Block Services (ABS)

In diesem Artikel geht es um Acropolis Block Services (ABS) und wie damit der Storage der Nutanix Plattform an externe Verbraucher via iSCSI präsentiert werden kann.

Use Cases gibt es dabei einige, denkt man zum Beispiel daran, dass es noch immer Workloads gibt vor deren Virtualisierung man z.B. auf Grund von Herausforderungen bei der Lizensierung zurückschreckt. Also was tun, wenn man zwar den Großteil seiner Workloads virtualisiert und auf eine neue Hyper-Converged Plattform migriert, jedoch besagte Workloads noch mit einem performanten, hochverfügbaren Storage versorgen muss?

Genau hierfür wurde ABS entwickelt und ist dabei denkbar einfach zu verwenden. Für die Verwendung von ABS muss als erstes die so genannte External Data Services IP (DSIP) für das Nutanix Cluster konfiguriert sein.

ABS DSIP

 

Die DSIP dient den Clients als Zugriffspunkt und wird später im iSCSI Initiator des Clients entsprechend konfiguriert.

Im zweiten Schritt, muss eine Volume Group angelegt werden.

Eine Volume Group ist lediglich ein logisches Konstrukt, zur Verwaltung des Storage und der dazugehörigen Zugriffssteuerung. Eine VG vereint so die eigentlichen vDisks (Anzahl & Größe), die dem Client präsentiert werden, als auch die entsprechenden Sicherheitseinstellungen wie IP/IQN Whitelist und CHAP Authentifizierung.

ABS Add VG3

Jede vDisk, die innerhalb der Volume Group konfiguriert wird, taucht am Client später als unabhängig Disk auf. Sprich benötigt der Client z.B. 3 verschiedene Platten, für TempDB, Logs und Datenbank, so muss der VG entsprechend drei vDisks in der gewünschten Größe konfiguriert werden.

ABS Add VG3 Add Disk

ABS Add VG3 Add Disk2

Anschließend noch den Haken für „External Access“ setzen und die entsprechenden Initiatoren via „Add New Client“ der Whitelist hinzufügen. Optional kann hier die Client CHAP Authentifizierung aktiviert werden. So ließe sich letzten Endes Client als auch Server via Mutual CHAP authentifizieren.

ABS Add VG3 Add iSCSI Client

Den Punkt „Attach to a VM“ überspringen wir, da dieser im Falle des AHV Hypervisors dazu dient, eine vDisk direkt an VMs zu mappen und nicht via iSCSI zu präsentieren.

Zuletzt ließe sich optional noch der Flash Mode aktivieren, dieser verhindert, dass Daten einer vDisk in einem hybriden System auf HDD ausgelagert werden, pinnt also die vDisks in den schnellen Flash Tier.

Damit ist die Konfiguration seitens Nutanix bereits abgeschlossen und der ist Storage bereit entsprechend konsumiert zu werden.

Die erste Besonderheit an ABS ist, dass auf Seiten des Clients nur die DSIP angegeben werden muss und keine MPIO Software installiert werden und keine Pfadoptimierung bzw. Konfiguration erfolgen muss. Der iSCSI Initiator frägt über die DSIP die Ressourcen an und wird dann via iSCSI Re-Direction an die eigentlichen CVMs, welche die vDisks hosten, weitergeleitet. Die DSIP ist entsprechend hochverfügbar und kann im Fehlerfall von jeder FSVMs übernommen werden.

ABS iSCSI Init 1

ABS iSCSI Init 2

ABS iSCSI Init 3

ABS DiskMgr

Das führt direkt zur nächsten Besonderheit, den Scale-Out Fähigkeiten. Der Client kann eine dedizierte iSCSI Session zu jeder einzelnen vDisk innerhalb einer Volume Group aufbauen, die potentiell alle auf verschiedenen CVMs gehostet sein können. So kann im Falle eines 10 Node Nutanix Clusters, eine VG mit 10 vDisk, die entstehende Last über 10 physischen Nodes und deren Ressourcen verteilt werden.

Sofern ABS unter Nutanix AHV als Hypervisor eingesetzt werden, so greift auch hier das Acropolis Dynamic Scheduler (ADS) Feature und hilft dabei Hot Spots zu vermeiden. Das beutetet, die Plattform erkennt überlastete CVMs und kann als Gegenmaßnahme die durch ABS präsentierten vDisks zwischen den CVMs neu verteilen, um den Hotspot zu eliminieren.

ABS Überblick

Im Fehlerfall eines Hosts oder einer CVM, werden die dort gehosteten vDisks von einer anderen CVM übernommen und der Client versucht sich erneut über die DSIP einzuloggen und wird dann einfach über die iSCSI Re-Rirection Funktionalität an die neue(n) CVM(s) weitergeleitet.

ABS Failover

Hier ein Beispiel Video des Kollegen Albert Chen

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